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Dr. Alfter Kieferorthopädie

Fragen zur Kieferorthopädie

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Was ist Kieferorthopädie?

Kieferorthopädie ist ein Teil der Zahnmedizin:
Kieferorthopädie befaßt sich mit allem rund um den Mund und besonders innen drin, mit den Lippen, den Zähnen und den Muskeln. Kieferorthopädie

  • verbessert die Stellung des Kiefers und das Profil des Gesichts. 
  • verhindert Karies und vorzeitigen Zahnverlust.
  • verbessert dem Zahnarzt die Möglichkeiten für den Zahnersatz.
Muss auch ich zum Kieferorthopäden?

Zeig Dir doch mal selbst die Zähne ... im Spiegel versteht sich, so wie die andern Dich Tag ein Tag aus sehen und kennen: Wenn die Zähne schief und eng stehen, verdreht sind, Lücken haben, nicht richtig aufeinander beißen, dann hin zum Spezialisten, egal ob jung  oder "alt", ob Kind oder erwachsen.

Der Kieferorthopäde erklärt, was nicht schön oder falsch ist, was er verbessern kann, daß die Zähne wieder gezeigt werden können, er sorgt für den richtigen Biss.

Wie kam es dazu?

Wie im richtigen Leben ist manches ererbt, manches erworben. Das gesunde Wachstum der Zähne und der Kiefer kann gestört  werden. Es wirken die Zunge, die Lippen und die Wangen auf die Stellung der Zähne und auf die Form der Kiefer. Es gibt  Unterschiede zwischen Kindern, die gestillt werden und denen, die mit der Flasche groß werden: die einen haben als  Kindlein klein an der Mutterbrust die optimale Nahrung unter besten und schönsten Bedingungen erhalten, die andern  Instantmilch und Fertigbrei durch kleine und vergrößerte Löcher im Schnuller gezogen.

Die einen Lutschen an ihrem Daumen  oder Finger, die anderen haben andere Unarten, beißen die Lippen oder an irgendwelchen Fremdkörpern. Bis zum dritten  Lebensjahr mag das ja noch niedlich erscheinen, dann aber wird's schädlich, der Mundraum kann verformt werden, so daß er nicht mehr ohne fremde Hilfe zum Gesunden ausheilen kann.

Im sechsten Lebensjahr wird die Reihe der Milchzähne um jeweils einen bleibenden Backenzahn, also um vier Stück, vergrößert, den wohl wichtigsten Zahn von allen, der mit seiner Form und Stellung die gesamte weitere Entwicklung bestimmen wird. Dieser Zahn wurde sogar mal der Schlüssel der Zahnreihe" genannt.

Die Schneidezähne werden wechseln, die bleibenden sind breiter als sie Milchzähne, sie brauchen mehr Platz. Dann, wenn die  vier Schneidezähne im oberen und unteren Zahnbogen gewechselt haben, werden nach einer Ruhepause die Milchbackenzähne  wechseln. Die neuen Backenzähne brauchen mehr als 2 cm Platz. Sie kommen in einer bestimmten Abfolge. Als letzter wird vorläufig der obere Eckzahn sich einstellen. Hinter den großen Backenzähnen gibt es noch Zuwachs durch die "zweiten Molaren"  und schließlich bei vielen auch noch durch die dritten Molaren, die Weisheitszähne.

Im Röntgenbild sieht man die Entwicklung  frühestens ab dem achten bis neunten Lebensjahr. Die ganze Entwicklung bis zum fertigen Gebiß kann durch so viele Dinge gestört werden, was dem Nichtfachmann nicht klar ist. Allein der Kieferorthopäde/In weiß um die Gefahren und deren Auswirkung, denen ein kindliches und jugendliches Gebiß ausgesetzt ist. Hier zu beraten und aufzuklären ist seine Aufgabe

Was macht ein Kieferorthopäde?

Sind die Zähne einmal schief gewachsen oder passen die Zahnreihen nicht aufeinander, so hat der Kieferorthopäde viel zu tun:

Zunächst stellt er fest, warum der Schiefstand oder die Kieferfehllage geschehen sind. Es gibt verschiedene Elemente der Diagnostik, die Antwort auf die gestellte Fragen geben. Er wird versuchen ursächlich den schiefen Zahn bei der Wurzel zu packen und ihn gerade zu stellen, damit der Zahn mit seinen Kollegen seinen funktionellen Dienst erfüllen kann: kauen, beißen und die Sprache formen.

Die ganze Zahnreihe wird ausgeformt, damit sie diese Dienste leisten kann. Dazu kommt, daß eine richtige Belastung der Zähne diese auch stabil und gesund erhält: die Zahnreihe ist gut zu pflegen, das Zahnfleisch ist gesund, die Zähne bleiben fest im Kiefer. Schief stehende Zähne passen nicht aufeinander.

Beim Kauen geht´s nicht nur auf und zu, sondern auch zur Seite und ein wenig nach vorn und hinten. Das ist mit schiefen Zähnen nicht so möglich wie mit geraden. Gerade heißt ja nicht im rechten Winkel, sondern daß sie funktionell optimal zueinander passen und schön aussehen. Und wenn sie aufeinander beißen, dann werden sie auch in ihrer Achse so belastet, daß sie nicht zur Seite ausgelenkt werden, sondern in das Zahnfach hineingedrückt werden, wo sie mit winzigen elastischen Fasern aufgehängt sind.

Das Ausmaß und die Richtung der angemessenen Belastung machen sie stabil, festigen den Zahnhalt, halten gesund, machen die Zähne und das Zahnfleisch fit.

Man sieht es überall: Gerade Zähne sehen gut aus, ein Lächeln mit gerade Zähnen öffnet Herzen und schafft Kontakte, gerade Zähne sind sympathisch. Stellen Sie sich mit schiefen Zähnen vor! Oder nehmen Sie schon die Hand vor den Mund, damit´s keiner sieht. Das Auftreten im Beruf und im Freundeskreis ist sicher und locker, wenn nicht beim Lachen der Mund verdeckt werden muß, um die andern nicht zu erschrecken oder sich ungepflegt zu zeigen: Außen hui und Innen schief. Das war einmal, das muß ja wohl nicht mehr sein.

Was bewirken kieferorthopädische Geräte?

Den Spangen, ob fest oder herausnehmbar, ist gemeinsam, daß sie die Zähne durch mechanischen Druck und Zug einer bestimmten Größe bewegen. Nur die Spangen, die obere und untere Zahnreihe miteinander verkoppeln, wirken auch noch auf anderen Wegen.  Man nennt sie funktionelle Geräte, bimaxilläre Geräte, Aktivator, Bionator, Kinetor oder so ähnlich.

Was sind die Vorzüge bzw. Nachteile einer herausnehmbaren Spange?

Nicht alles ist in der Kieferorthopädie mit herausnehmbaren Spangen zu behandeln. Die herausnehmbaren Spangen für die obere oder sie untere Zahnreihe kippen die Zähne oder ganze Zahngruppen zur Seite, erweitern oder verkürzen die Zahnreihe. Wann sie gebraucht werden entscheidet allein die/der Kieferorthopäde/In.

Ihr Vorteil ist: Man kann sie auch herausnehmen. Die Zahnpflege bleibt weiterhin wie gewohnt möglich. Der Druck, der die Zähne bewegen soll, kann nicht so groß sein, daß er die Zähne schädigt, da die Spange sonst "aussteigt", die Zähne und der Halteapparat werden nicht überlastet.

Aber es gibt auch Nachteile: Man kann sie herausnehmen, wenn sie im Mund sein sollten. Mitarbeit und regelmäßiges Tragen nachmittags und nachts, etwa 16 Stunden lang, ist notwendig, sonst verändert sich nichts, sonst ist die Zeit zu kurz, die auf den Zahn einwirkt, um ihn in seiner Stellung zu verändern. Denn durch den Druck/Zug wird der Knochen umgebaut, abgebaut, neu gebaut, sonst verändert sich das Zahnbett nicht. Eine herausnehmbare Spange braucht mehr Platz im Mund, das Sprechen ist bei wenig Übung behindert, mit der Zunge kann sie immer gelöst werden. Nicht alle gewünschten Zahnbewegungen Kind möglich, da die Kraft der Spange an den Kronen ansetzt und nicht durch das "Widerstandszentrum" geleitet werden kann.

Aber, wer sonst fleißig mitmacht, kann sie auch mal auslassen, ohne daß der Kieferorthopäde/In das bei seinem Kontrolltermin gleich merkt. "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Kieferorthopäden." 

Was sind die Vorzüge bzw. Nachteile einer festsitzenden Spange?

Man kann sie nicht herausnehmen.
Eine feste Spange besteht aus den Brackets und Bändern, die auf den Zahn aufgeklebt oder zementiert werden. Diese Brackets  werden durch einen Draht in Zahnbogenform verbunden. Die Qualität des Drahtes, seine Dimension zwischen 0,25 und 0,60mm,  seine Länge zwischen den Brackets und sein Material aus Stahl, Nickeltitan oder andere Legierungen machen die Unterschiede in der Rezeptur der Kraft aus.

Vorteil ist für den Patienten: die Spange ist stets wirksam und die Behandlung wesentlich wirksamer und schneller als mit herausnehmbaren Spangen.

Aber es gibt auch Nachteile: Die Zahnpflege ist wesentlich erschwert, man muß sich mehrmals täglich Mühe machen, alle  Speisereste gründlich mit der Bürste und anderen Hilfsmitteln zu entfernen. Am besten hat man stets eine Zahnbürste oder  Zahnzwischenraumbürste in der Tasche.

Der Behandler trägt mehr Verantwortung mit seinem Können, nur der geübte und erfahrene Behandler kann damit erfolgreich  sein.

Für den Patienten ist die Spange nicht mal eben so herauszunehmen, sie stört bei "besonderen Anlässen", das bleibt aber  in der Regel nicht lange, so etwa ein bis eineinhalb Jahre. Mit schönen ästhetischen Brackets aus zahnfarbener Keramik  oder aus Kunststoff ist die feste Zahnspange bedeutend weniger auffällig. "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren  Kieferorthopäden."

Ist eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen auch noch möglich?

Zähne lassen sich in jedem Alter bewegen, nur langsamer als bei Kindern. Die Zahnreihe wird also vom Kieferorthopäden  ausgeformt.

Zur Vorbereitung für einen geplanten Zahnersatz bei Erwachsenen ist folgendes möglich: gekippte Zähne  aufrichten, Lücken schließen, eng stehende Zähne ordnen, verlagerte Zähne in die Zahnreihe einstellen.

Größere Veränderungen, die nicht allein die Zahnreihe, sondern die Lage der oberen zur unteren Zahnreihe bzw. der Kiefer betreffen, wird er in  Zusammenarbeit mit einem Kieferchirurgen durchführen; denn der Kiefer, der die Zähne trägt, läßt sich bei Erwachsenen nicht mehr vom Kieferorthopäden verändern, Wachstum läßt sich nicht mehr anregen und findet nicht mehr statt.

Hier kann nur noch  der Kieferchirurg helfen. Er kann den Oberkiefer oder den Unterkiefer in jede Richtung verschieben. Diese Maßnahmen bezahlt die Krankenkasse dann letztlich zu 100%, wenn der Kieferorthopäde mit einem Schreiben des Kieferchirurgen einen Heil- und  Kostenplan genehmigt bekommt. Es ist niemals zu spät, einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren und sich zu informieren.

Welche Kosten entstehen im Rahmen der Behandlung?

Die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) kommt für die Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung bis zum 18. Lebensjahr auf,  falls eine Behandlungsnotwendigkeit vorliegt. Seit dem 1.1.2002 gilt eine Indikationsliste (KIG), die ästhetische Korekturen  ausschließt. Sie sind privat zu bezahlen. Die GKV kommt dafür nicht auf.

Die Kostenübernahme erfolgt in zwei Stufen:

1. Zunächst übernimmt die Krankenkasse 80% der Kosten der im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung durchgeführten
kieferorthopädischen Behandlung. Der behandelnde Kieferorthopäde rechnet 80% der entstandenen Kosten direkt mit der Krankenkasse ab. Der Versicherte hat den verbleibenden Restbetrag als Eigenanteil an den Zahnarzt zu zahlen.

2. Diesen Betrag erstattet die Krankenkasse den Versicherten, sofern der erfolgreiche Abschluß durch den Kieferorthopäden  bestätigt wird. Bei den über 18-jährigen erfolgt eine Kostenübernahme nur dann, wenn auch ein chirurgischer Eingriff nötig  ist, wie oben geschildert. Frag den Kieferorthopäden! Außervertragliche Behandlungen sind in jedem Umfang immer möglich.  Kostenangebot vom Kieferorthopäden/in einholen.

Die Spange macht die Zähne nicht kaputt! Was jedoch unbedingt notwendig ist, ist eine regelmäßige und gründliche  Zahnpflege. Beläge, die durch nicht entfernte Essensreste entstehen, bilden Säuren und schädigen den Zahnschmelz.  Es liegt also in den Händen des Patienten, ob es zu Schäden an den Zähnen kommt.

Der Kieferorthopäde prüft deshalb bereits vor Behandlungsbeginn, ob das Kind in der Lage ist, seine Zähne sorgfältig  und regelmäßig zu reinigen. Nachdem die Spange eingesetzt wurde, wird Ihr Kind sorgfältig instruiert und mit ihm geübt.
In der ersten Zeit wir auch in speziellen Kontrollsitzungen von der Praxishelferin kontrolliert, ob die Zahnpflege gut  ist.

Sollte die Zahnpflege ungenügend sein, ist der Behandler evt. dazu genötigt, die feste Spange frühzeitig zu entfernen.  Dies kann zu einem ungenügenden Ergebnis der kieferorthopädischen Behandlung führen. Zudem ist der Zahnarzt verpflichtet, die Krankenkasse darüber zu informieren. Bei Behandlungsabbruch wegen schlechter Zahnpflege kann die Kasse einen Teil der entstandenen Kosten von Ihnen zurückverlangen.

Wie lange dauert die Behandlung mit einer festsitzenden Spange?

Prinzipiell müssen Sie auf nichts verzichten. Kaugummi und Kaubonbons können die festsitzende Spange beschädigen,  Süßigkeiten sollten jedoch sowieso nur selten verzehrt werden. Bei Rohkost ist darauf zu achten, daß harte Teile nicht abgebissen werden, da sonst die aufgeklebten Brackets von den Zähnen abgeschert werden können. Nach jeder Mahlzeit sind die Zähne gründlich zu reinigen!

Darf man mit der festen Spange alles essen?

Prinzipiell müssen Sie auf nichts verzichten. Kaugummi und Kaubonbons können die festsitzende Spange beschädigen,  Süßigkeiten sollten jedoch sowieso nur selten verzehrt werden. Bei Rohkost ist darauf zu achten, daß harte Teile nicht
abgebissen werden, da sonst die aufgeklebten Brackets von den Zähnen abgeschert werden können. Nach jeder Mahlzeit sind  die Zähne gründlich zu reinigen!

Braucht man eine spezielle Zahnbürste, Munddusche oder andere Extras?

Ja, es gibt extra kleine Zahnbürsten, die zusätzlich nach dem normalen Putzen verwendet werden und auch in die kleinen  Zwischenräume gelangen. Eine Munddusche kann die Reinigung zusätzlich erleichtern. Schon vor dem Einsetzen der  festsitzenden Spange sollte das Kind zur regelmäßigen und gründlichen Zahnpflege motiviert werden. Eine eingehende  Unterweisung - speziell das Putzen mit der festen Spange - erhält der Patient sofort nach dem Einsetzen der Apparatur.

Welche Metalle sind in der festen Zahnspange?

Normalerweise werden Brackets aus Edelstahl auf die Zähne geklebt. Es werden nur hochwertige Metall-Legierungen verwendet,  die gesundheitlich unbedenklich sind. Sollten Unverträglichkeiten auf Materialien existieren, so teilen Sie das Ihrem Zahnarzt unbedingt mit. Es gibt Alternativen aus Titan und Keramik! Die Bögen sind aus verschiedenen Legierungen mit  unterschiedlichen Eigenschaften, jeder Zahnarzt arbeitet nach seiner eigenen Methode und kann bei Fragen genaue Auskunft erteilen.

Was ist von bunten Materialien im Mund zu halten?

Kinder finden bunte Zahnspangen lustig und witzig. Der Kieferorthopäde nutzt dies, um die kleinen Patienten zu motivieren.  Die Farben sind normalerweise unbedenklich und werden vom Körper nicht aufgenommen.

Wird der Zahn durch das Bekleben beschädigt?

Nein, der Zahn wird nur oberflächlich im Bereich des Brackets mit einer Säure angerauht, damit diese auf dem Zahnschmelz  haften. Das ist nur so gering, daß es mit dem Auge kaum sichtbar ist. Mit dem Aufkleben des Brackets wird diese Rauigkeit  wieder verschlossen. Nach dem Abnehmen der Spange werden die Zähne außerdem mittels einem Fluorlack wieder versiegelt. Unter den Brackets kann keine Karies entstehen, sollte jedoch etwas gelockert sein, ist dies unbedingt zu prüfen und  wieder zu befestigen. Bitte rufen Sie dann den Behandler an!

Warum eine feste Spange, geht es nicht genauso mit der herausnehmbaren?

Im Gegensatz zur losen Spange ist die feste Spange 24 Stunden im Mund und wirkt somit ununterbrochen. Die Wirkung kann  sehr viel gezielter erfolgen, als es mit der herausnehmbaren Spange geht, da die Kraftübertragung direkt über die Schlösser (Brackets) auf den Zahn möglich ist. Es gibt Zahnbewegungen, die mit der herausnehmbaren Spange auch  gar nicht möglich sind, z. B. „körperliche Bewegungen“. Deshalb wird in bestimmten Fällen nur eine feste Spange zum Erfolg führen.

Warum bekommt mein Kind eine Außenspange?

Die Außenspange, der „Gesichtsbogen“, muß in den Fällen getragen werden, wenn eine Abstützung außerhalb des Mundes  notwendig ist. Das kann z. B. erforderlich sein, wenn Backenzähne an ihrer Position gehalten bzw. verschoben werden müssen oder der Kiefer in seiner Lage verändert werden muß. Wenn man hier eine Spange nur innnerhalb des Mundes tragen lässt, würden die großen Kräfte das ganze Gebiß verändern. Um eine stabile Abstützung zu erreichen, befestigt man deshalb den Außenbogen an einem Kopfband bzw. einem Nackenzug. Bitte beachten Sie hier unbedingt die Sicherheits-Hinweise, die Ihr Kieferorthopäde dem Kind mitgegeben hat. Alternativen zu Außenspange sind manchmal nur das Entfernen von Zähnen! Bitte wirken Sie deshalb darauf hin, daß Ihr Kind das Behandlungsgerät ausreichend trägt.

Was sollen wir tun, wenn etwas weh tut, locker ist oder ähnliches?

Bei Schmerzen können Sie jederzeit in die Sprechstunde kommen, am besten kurz anrufen! Am Wochenende sollte in dringenden  Fällen der Notdienst angerufen werden. Wenn etwas locker ist, rufen Sie bitte sofort an und vereinbaren Sie einen Termin, damit Ihr Kieferorthopäde die Spange  wieder komplettieren kann. Manchmal hat sich ein kleines Drähtchen, das zur Befestigung des Drahtbogens an jedem Bracket  angebracht ist, verbogen und sticht in Wange oder Lippe. In diesem Fall können Sie mit einem Zahnstocher oder dem Fingernagel vorsichtig versuchen, das Drahtende wieder unter den Bogen zu stecken. Bei einem evtl. Praxisurlaub erfahren Sie über den Anrufbeantworter, wer Vertretung hat und Sie kompetent versorgt.

Wie wirkt eine herausnehmbare Zahnspange?

Drähte und Schrauben sind so konstruiert, dass der Kiefer gestreckt und Zähne verschoben werden. Plattenapparaturen wirken  fast immer nur auf einen Kiefer, einteilige Apparaturen für beide Kiefer (z. B. Aktivatoren) wirken auf den Umbau der  Kiefergelenke oder sollen Bissverschiebungen vornehmen. Die Wirksamkeit ist abhängig vom Wachstum des Patienten, dem  biologischen Umbau und der Mitarbeit des Patienten, d. h. der Tragedauer im Mund!

Wie lange soll die Spange am Tag getragen werden?

Dies hängt immer von der Behandlung ab. Sie ist individuell vom Kieferorthopäden festgelegt auf die Erfordernisse Ihres  Kindes. Bitte halten Sie sich strikt an diese Angaben, da sich sonst die Behandlung verzögert oder sogar misslingt. In der Nacht ist die Spange fast immer zu tragen. Bei schlechter Mitarbeit kann Ihre Krankenkasse einen Teil der entstandenen Kosten (den Eigenanteil) von Ihnen einbehalten.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Dauer ist individuell und je nach Behandlungsfall unterschiedlich lange. Einzelzahn-Verschiebungen können in kürzerer Zeit durchgeführt werden, Kiefermissbildungen und extreme Anomalien können eine Behandlungsdauer über viele Jahre erfordern. Während der gesamten Behandlungszeit ist besonders auf eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege zu achten!

Muss die Zahnspange beim Essen herausgenommen werden?

Ja, dann sollte unbedingt die Spange in die Spangenbox gelegt werden. Niemals die Spange in ein Taschentuch wickeln oder  lose ablegen, sie könnte versehentlich weggeworfen werden oder verbogen werden!! Die Spangenbox ist ein Schutz für das  Behandlungsgerät. Sollte die Spange mehrere Stunden nicht getragen werden, so soll sie in klarem Wasser liegen.

Mein Kind hat eine Allergie, was kann passieren?

Anhand des Allergiepasses kann Ihr Kieferorthopäde prüfen, um welche Allergie es sich handelt. Dann kann entschieden werden,  welche Materialien für die Behandlung möglicherweise nicht verwendet werden dürfen. Es gibt bei Allergien
Alternativ-Möglichkeiten wie z. B. Titanbrackets und Keramikbrackets falls Ihr Kind auf Nickel reagiert. Herausnehmbare  Apparaturen werden aus klinisch geprüften Kunststoffen hergestellt, dies ist auch ohne Farbstoffe möglich.

Wie soll die Zahnspange gepflegt werden?

Am einfachsten werden die Zahnspangen mit einer harten Zahnbürste und etwas Zahnpasta täglich gereinigt. Dabei die  Geräte nur vorsichtig am Kunststoffteil festhalten und darauf achten, daß die Drähte nicht verbogen werden. Die Verwendung  von Reinigungstabletten ist nicht unbedingt notwendig. Bitte niemals die Spangen auskochen!

An der Zahnspange sind hartnäckige Beläge, wie kann man diese entfernen?

Das ist Zahnstein, der sich ablagert. Deshalb ist die regelmäßige mechanische Reinigung mit der Bürste wichtig. Die  Ablagerungen können eventuell entfernt werden, indem Sie die Zahnspange einige Zeit in verdünnten Essig legen. Fragen Sie ihren behandelnden Zahnarzt, ob er vielleicht sogar ein Ultraschallgerät in der Praxis hat, hier ist die Zahnsteinentfernung minutenschnell erledigt.

Die Zahnspange ist defekt, was soll ich tun?

Bitte rufen Sie sofort bei Ihrem Kieferorthopäden an. Es ist unbedingt notwendig, dass die Zahnspange schnell repariert und wieder getragen werden kann. Wenn die Zahnspange nicht getragen wird, kann sich die Behandlungszeit verlängern und das Behandlungsergebnis verschlechtern. In diesem Falle wird Sie der Kieferorthopäde auch außerplanmäßig sehen wollen.

Warum fällt die Zahnspange nachts aus dem Mund?

Am Anfang der Behandlung wird die Behandlungsapparatur als Fremdkörper empfunden, deshalb nicht akzeptiert und im  Schlaf herausgenommen, da sie stört. Da die Eingewöhnung am Tage erfolgt, muss hier etwas Geduld aufgebracht werden.  Nach einiger Zeit wird die Zahnspange toleriert. Sollte es nach längerer Tragezeit noch immer Probleme geben, so sprechen Sie mit Ihrem Behandler.

Kann man mit der Zahnspange normal sprechen?

Am Anfang ist das Sprechen mit der Spange sicher ungewohnt und Sie werden sich damit etwas schwer tun. Doch schon nach einiger Tragezeit wird sich die Zunge an den Fremdkörper im Mund gewöhnen und bei einer einfachen Plattenapparatur ist das Sprechen problemlos möglich. Bei den einteiligen Apparaturen für beide Kiefer ist das Sprechen eher eingeschränkt.  Allerdings ist das stundenweise Tragen tagsüber notwendig, damit die Behandlungsgeräte auch in der Nacht im Munde akzeptiert werden. Deshalb sollte die Tragedauer, die der Kieferorthopäde verordnet hat, eingehalten werden!

Kieferorthopädische Praxis
Dr. Dr. med. Günter Alfter
Fachzahnarzt für
Kieferorthopädie

Bonländer Hauptstraße 30
70794  Filderstadt
Baden-WürttembergDeutschland
Tel.: (0711) 77 99 333
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Letzte Änderung: Freitag, 08.11.2013   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Stuttgart